Gesundheit, Sport & Ernährung – Gemeinsam für starke Kinder und Jugendliche
Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ist ein zentraler Baustein für eine starke Gemeinschaft. Der LSFV BW stellte 2025 das Engagement der Fördervereine in diesem bedeutenden Bereich in den Mittelpunkt.
Der Förderpreis „Ehrenamt macht Schule“ 2025 hatte das Motto "Gesundheit, Sport und Ernährung – Gemeinsam für starke Kinder und Jugendliche" und richtete sich an engagierte Schul- und Kitafördervereine in Baden-Württemberg, die mit ihren Projekten einen Beitrag zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen leisten. Gesucht wurden Ideen und Initiativen, die zeigen, wie stark das Ehrenamt sein kann – sei es durch Bewegung, gesunde Ernährung, psychische Stabilität oder kreative Suchtprävention.
Im Zentrum standen dabei ganz konkrete Projekte:
Sport und Bewegung: Ob Selbstverteidigung, Yoga oder Bewegungstage – gefragt waren Aktionen, die Kindern Mut machen und körperliche Stärke fördern.
Gesunde Ernährung: Schulgärten, Kochkurse und gesunde Pausensnacks sollten zeigen, wie lecker Bildung sein kann.
Psychische Gesundheit: Auch das seelische Wohl stand im Fokus – etwa durch Achtsamkeitsübungen, Anti-Stress-Angebote oder Projekte zur Stärkung der Resilienz.
Suchtprävention: Innovative Ideen waren gefragt, um Kinder und Jugendliche für Risiken zu sensibilisieren und Alternativen aufzuzeigen.
Teilnehmen konnten alle Schul- und Kitafördervereine aus Baden-Württemberg, die ein solches Projekt initiiert, finanziert oder tatkräftig unterstützt haben.
Das waren die Gewinner:
1. Platz: „Gemeinsam stark – Gesundheit, Sport, Ernährung & Umweltbewusstsein im Schulalltag“
Förderverein der Theodor-Heuss-Grundschule Bad-Rappenau-Babstadt e. V.
Der Förderverein der Theodor-Heuss-Grundschule Babstadt hat mit seinem Projekt „Gemeinsam stark – Gesundheit, Sport, Ernährung & Umweltbewusstsein im Schulalltag“ den ersten Platz gewonnen – und das völlig verdient. Denn hier geht es nicht um Einzelaktionen, sondern um ein ganzheitliches Konzept, das Gesundheit, Bewegung, Ernährung, Umweltbildung und soziale Kompetenzen fest in den Alltag der Kinder integriert.
In enger Zusammenarbeit mit Lehrkräften, Schulleitung und Ehrenamtlichen gelingt es dem Verein, zahlreiche Projekte zu realisieren, die weit über das Übliche hinausgehen. Die Palette reicht von täglichen Bewegungseinheiten auf dem Schulhof über Bundesjugendspiele und Schwimmkurse bis hin zu einem einwöchigen Zirkusprojekt, bei dem die Kinder in der Manege über sich hinauswachsen konnten.
Auch für gesunde Ernährung ist gesorgt: Im Zwei-Wochen-Rhythmus wird frisches Obst und Gemüse angeliefert und gemeinsam mit den Kindern vorbereitet. Ein liebevoll gestaltetes Osterfrühstück sowie die Schulgarten-AG, bei der jedes Kind eigene Tomaten oder Gurken pflegt, machen gesunde Ernährung erlebbar.
Im Bereich psychische Gesundheit und soziales Lernen setzt der Verein auf das „Teamgeister“-Programm, flexible Lernorte mit Bodenmatten und eindrucksvolle Aktionen wie den Besuch eines Bauchredners, der auf sensible Weise ein Mobbingproblem sichtbar machte und echte Versöhnung ermöglichte.
Gleichzeitig werden Themen wie Umweltschutz und Identitätsbildung gestärkt: Kinder sammeln Müll im Ort, bestimmen Wildblumen oder entwerfen ihr eigenes Schullogo, das später auf T-Shirts gedruckt wird – ein starkes Zeichen des Zusammenhalts.
Der Förderverein ist dabei nicht nur Unterstützer, sondern aktiver Motor all dieser Initiativen. Finanzierung, Organisation und langfristige Verankerung in den Schulalltag – all das stemmt er gemeinsam mit Lehrkräften, Eltern und Ehrenamtlichen. Die Projekte sind keine einmaligen Extras, sondern fest im Schulprofil verankert.
2. Platz: „Stark & gesund – Hilfe zur Selbsthilfe für Kinder“
Förderverein Bildungshaus Am Römer e.V.
Mit dem Projekt „Stark & gesund – Hilfe zur Selbsthilfe für Kinder“ holte der Förderverein Bildungshaus Am Römer aus Buchen-Bödigheim Platz 2. Im Mittelpunkt steht eine einwöchige Projektwoche für die Klassen 1 bis 4, bei der Kinder lernen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen – körperlich wie mental. Ziel ist es, die Kinder frühzeitig zu stärken und ihnen Kompetenzen mitzugeben, die im Alltag, in Stresssituationen und sogar in Notfällen helfen können.
Die Projektwoche setzt auf ein abwechslungsreiches Programm:
Erste Hilfe mit dem DRK: Die Kinder lernen, wie sie einen Notruf absetzen, Wunden versorgen und Hilfe leisten können, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.
Theater & Resilienztraining: In einem interaktiven Theaterworkshop üben sie, sich gegen Mobbing zu wehren, Grenzen zu setzen und Hilfe zu holen. Ergänzt wird das durch Entspannungsübungen zur Stressbewältigung.
Gesunde Ernährung & Yoga: Spielerische Workshops vermitteln, was dem Körper guttut, und zeigen, wie Ernährung und Bewegung zusammenhängen. Kinderyoga schafft eine Verbindung von körperlicher Aktivität und innerer Ruhe.
Feuerwehrtag: Der Besuch bei der Feuerwehr bringt den Kindern bei, wie sie sich im Brandfall richtig verhalten, sich selbst schützen und im Notfall helfen können.
Das Besondere: Die Projektwoche wurde bereits zum zweiten Mal erfolgreich durchgeführt und ist langfristig im Schulkonzept verankert. Die Kinder profitieren nicht nur kurzfristig von spannenden Erlebnissen, sondern entwickeln wichtige Kompetenzen für ein gesundes und selbstbestimmtes Leben.
Der Förderverein übernimmt dabei nicht nur die Organisation, sondern stellt auch die finanziellen Mittel bereit – für Materialien, externe Fachleute und Schulungen. Mit dem Förderpreis soll das Projekt weiterentwickelt und dauerhaft etabliert werden.
3. Platz: "Die Schulgemeinschaft kocht – gesund, nachhaltig und gemeinsam"
Förderverein der Weiherdammschule Blumberg e.V.
Mit dem Projekt „Die Schulgemeinschaft kocht – gesund, nachhaltig und gemeinsam“ hat der Förderverein der Weiherdammschule Blumberg e.V. einen beeindruckenden dritten Platz beim Förderpreis 2025 erreicht. Im Zentrum steht ein alltagsnahes und gemeinschaftsstiftendes Bildungsangebot, das Kindern gesunde Ernährung, praktische Fertigkeiten und soziales Miteinander auf anschauliche Weise näherbringt.
An drei Tagen pro Woche übernehmen altersgemischte Kochgruppen aus Schülerinnen und Schülern die Verantwortung für ein vollwertiges Mittagessen, das sie selbst für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler zubereiten. Vom Planen des Menüs über den Einkauf bis zum gemeinsamen Kochen, Essen und Aufräumen erleben die Kinder den gesamten Prozess hautnah – unterstützt von einer Lehrkraft und ehrenamtlichen Helferinnen, die vom Förderverein organisiert werden.
Gekocht wird mit frischen, saisonalen und regionalen Zutaten. Das Projekt legt großen Wert darauf zu zeigen, dass gesunde Ernährung auch mit einem kleinen Budget möglich ist – ganz ohne Fertigprodukte. Gleichzeitig erwerben die Kinder wichtige hauswirtschaftliche und organisatorische Fähigkeiten, die ihnen nicht nur in der Schule, sondern auch zu Hause zugutekommen. Viele Familien berichten, dass ihre Kinder die Rezepte begeistert nachkochen – mit Hilfe eines eigens entwickelten Kochbuchs.
Ein festes Ritual gehört ebenfalls zum Konzept: Nach dem Essen bedanken sich die Gäste mit einem lauten „Ein großes Lob ans Küchenteam!“ – ein Moment echter Wertschätzung, der die Kinder motiviert und stolz macht.
Der Förderverein übernimmt die Koordination des Projekts, organisiert die Lebensmittelbeschaffung, stellt das Personal und sorgt für eine verlässliche Umsetzung – Woche für Woche. So ist das Projekt längst zu einem festen Bestandteil des Schullebens geworden. Es fördert Selbstwirksamkeit, Teamgeist und ein nachhaltiges Ernährungsbewusstsein.
Zukunftspläne gibt es auch: Ein digitales Kochbuch, Kochangebote mit Eltern oder Partnerschaften mit lokalen Betrieben sollen das Projekt weiterentwickeln.
4. Platz: Ein neuer Klettergarten
Verein der Freunde des Burghardt-Gymnasiums Buchen
Mit dem Projekt "Ein neuer Klettergarten“ wurde der Schulförderverein „Verein der Freunde des BGB“ mit dem vierten Platz ausgezeichnet. Was auf den ersten Blick wie ein Bauprojekt wirkt, ist in Wahrheit weit mehr: ein engagiertes Beispiel dafür, wie Bewegungsförderung, Teamarbeit, Gesundheit und soziale Kompetenzen durch ein einziges Projekt nachhaltig gestärkt werden können.
Der Klettergarten ist seit 2006 fester Bestandteil des bewegungsfreundlichen Schulhofs am Burghardt-Gymnasium Buchen. Inmitten einer Ganztagsschule mit rund 1.000 Schülerinnen und Schülern war er ein beliebter Rückzugs- und Aktivitätsort – ein Ort, an dem Kinder balancieren, klettern, sich ausprobieren und gemeinsam spielen konnten. Doch durch Umbaumaßnahmen wurde die Anlage so stark beschädigt, dass ein kompletter Neubau nötig wurde – ohne finanzielle Mittel aus dem offiziellen Schulbudget.
Hier übernahm der Förderverein Verantwortung: Mit beeindruckendem Engagement stellte er 44.000 Euro zur Verfügung – die Hälfte der Gesamtkosten – und organisierte gemeinsam mit der Schule weitere Mittel über Stiftungen, Spendenaktionen und Crowdfunding. Doch nicht nur finanziell war der Verein aktiv: Auch Planung, Abstimmungen und die Koordination der Umsetzung lagen in seiner Hand. Besonders bemerkenswert war die Eigenleistung: Eltern, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler bauten den neuen Klettergarten gemeinsam auf – organisiert und begleitet durch den Förderverein.
In die Planung flossen gezielt die Wünsche der Unterstufenschülerinnen und -schüler ein: Eine Umfrage hatte ergeben, welche Spiel- und Kletterelemente besonders beliebt sind und wie der neue Klettergarten gestaltet sein sollte. Daraus entstand eine Anlage, die nicht nur sportlich fordert, sondern auch pädagogisch wirkt: Kinder kommunizieren beim Spielen, entwickeln Regeln, übernehmen Verantwortung füreinander – und ganz nebenbei verbessern sie ihr Sozialverhalten und ihre Konzentration im Unterricht.
Seit Ende März 2025 ist der neue Klettergarten wieder geöffnet – und wird bereits rege genutzt. Dank des Fördervereins ist damit nicht nur ein Ort der Bewegung entstanden, sondern ein echtes Gemeinschaftsprojekt, das zeigt, wie stark Schule sein kann, wenn alle an einem Strang ziehen.
Sonderpreis für Kitafördervereine: „Stark & Selbstbestimmt – Gesundheit und Bewegung im Montessori-Alltag“
Förderverein des Evangelischen Montessori-Kinderhauses Criesbach
Mit dem Projekt „Stark & Selbstbestimmt – Gesundheit und Bewegung im Montessori-Alltag“ hat der Förderverein des Evangelischen Montessori-Kinderhauses Criesbach den erstmals verliehenen Sonderpreis für Kitafördervereine gewonnen. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie Gesundheitsförderung, Selbstwirksamkeit und Gemeinschaft bereits im frühkindlichen Alter gestärkt werden können – kindgerecht, naturnah und ganz im Sinne des Montessori-Leitgedankens: „Hilf mir, es selbst zu tun.“
Im Mittelpunkt stehen die rund 22 bis 25 Kinder im Alter von zwei Jahren bis zum Schuleintritt. Sie erleben Bewegung, gesunde Ernährung und psychische Stabilität nicht als theoretische Inhalte, sondern ganz praktisch – jeden Tag, in ihrem eigenen Tempo und mit viel Freude. Der Förderverein initiiert und begleitet das Projekt in enger Abstimmung mit dem Kita-Team und bringt sich mit Know-how, Organisation und Finanzierung tatkräftig ein.
Bewegung wird durch vielfältige Alltagsangebote wie Naturtage, Barfußpfad, Balanciermaterialien und einen kleinen Kletterparcours gefördert. Dank gezielter Anschaffungen durch den Förderverein haben die Kinder drinnen wie draußen Zugang zu abwechslungsreichen Bewegungsimpulsen.
Gesunde Ernährung wird begreifbar, wenn die Kinder im eigenen Garten Äpfel, Kräuter und Gemüse säen, ernten und anschließend gemeinsam verarbeiten. Dabei helfen auch Eltern mit – ein schönes Beispiel für gelebte Bildungspartnerschaft.
Psychische Gesundheit und Achtsamkeit sind fester Bestandteil des Alltags: Rituale, Gefühlsarbeit und Mitbestimmung fördern die emotionale Entwicklung. Zusätzlich setzt das Kinderhaus die Starke Kinder Kiste ein – ein Projekt zur Selbstbehauptung und zum Schutz vor Grenzverletzungen, mitfinanziert durch den Förderverein.
Soziale Gesundheit entsteht durch Teilhabe: Die Kinder wirken bei Festen und Projekten aktiv mit und erleben sich als Teil der Dorfgemeinschaft. Der Förderverein organisiert Veranstaltungen wie Osterbasar, Spielstraße oder Ferienprogramm – Orte der Begegnung, Bewegung und Freude für alle Generationen.
Das Projekt lebt vom Zusammenspiel vieler Beteiligter: Kinder, Eltern, pädagogisches Team und Förderverein ziehen gemeinsam an einem Strang. Es stärkt früh die Grundlagen für ein gesundes, selbstbestimmtes Leben und wächst stetig weiter – 2025 etwa durch geplante Aktionstage zu Bewegung und Ernährung.








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